Cold Brew.
Der Vorsorge-Rechner
Cold Brew zieht zwölf Stunden. Geld fürs Alter zieht ein paar Jahrzehnte. Und bei beidem merkt man erst am Ende, ob sich das Warten gelohnt hat.
Ich wollte wissen, wohin mein Geld für später am besten fließt. Also hab ich's durchgerechnet. Hier kannst du das für dich machen: Stell unten ein, was auf dich zutrifft, und du siehst, was nach Kosten, Zulagen und Steuern übrig bleibt.
Stand: November 2026. Förderregeln nach dem Altersvorsorgereformgesetz, BGBl. 2026 I Nr. 156.
Dein Rezept
Aus deinem Netto, also was dir am Monatsende wirklich fehlt. Wo du Beiträge absetzen kannst, fließt mehr in den Vertrag: Den Rest trägt die Steuerersparnis.
Gemeint ist der Satz auf den letzten verdienten Euro. Grob für Singles: 40.000 € brutto im Jahr sind rund 29 %, 60.000 € rund 34 %, ab etwa 85.000 € sind es 42 %.
Weiß keiner genau. Meist liegt er unter dem heutigen, weil die Rente kleiner ist als das Gehalt.
Pro Jahr, vor Kosten. Ein weltweiter Aktien-ETF hat langfristig etwa 7 % geschafft. 6 % ist eher vorsichtig.
Für Baristasaufklappen ▾Kosten deiner Verträge, Krankenkasse, Lebenserwartung
Wer als Rentner freiwillig gesetzlich versichert ist, zahlt auf fast alles Krankenkasse, auch auf Rürup und Altersvorsorgedepot. Das kostet rund 21 %.
Zählt nur bei der Rürup-Rente: Die zahlt, solange du lebst.
Pro Jahr. Beim Standarddepot sind höchstens 1 % erlaubt, gute Angebote liegen deutlich drunter.
Pro Jahr, also die Fondskosten (TER). Breite ETFs kosten 0,1 bis 0,3 %.
Deine echten Kosten stehen im Produktinformationsblatt deines Vertrags. Wenn dort nur „Effektivkosten“ steht: die bei den laufenden Kosten eintragen und die Kosten je Einzahlung auf 0 setzen.
Pro Jahr steuerfrei auf Gewinne aus dem ETF-Depot. 1.000 € allein, 2.000 € verheiratet. Weniger, wenn schon Zinsen oder Dividenden anderswo ihn aufbrauchen.
Damit wird eine Rente in Kapital umgerechnet, damit man sie mit den anderen vergleichen kann.
Nur für die Umrechnung in heutige Kaufkraft.
Was in der Tasse bleibt.
150 € im Monat, von 30 bis 67. Sortiert danach, was dein Geld pro Jahr bringt, wenn alles abgezogen ist. Alle Beträge und Renditen in heutigem Geld, bei 2 % Inflation.
Bei dir liegt das Altersvorsorgedepot vorn. Mit 67 bleiben da rund 17.000 € mehr übrig als im ETF-Depot.
Risiko: Auch wenn die Börse schlecht oder sehr gut läuft, bleibt das Altersvorsorgedepot vorn. Bandbreite ansehen ↓
Altersvorsorgedepot Mit Gratis-Shot vom Staat
Mit 67
116.225 €
in heutigem Geld
Nominal
241.827 €
Zahl, die im Vertrag steht
Im Vertrag pro Monat
209 €
150 € von dir + 14 € Steuer + 45 € Zulage
Ohne Abzüge wären es 162.221 €. Die Mitte zeigt diesen Topf. In heutigem Geld zählen spätere Einzahlungen weniger: Deine 66.600 € sind heute 47.680 € wert, und das Wachstum zeigt nur, was über der Inflation liegt.
Ein normales ETF-Depot müsste 6,7 % im Jahr vor Inflation bringen, um da mitzuhalten.
Gefördert sind nur 150 € im Monat, die übrigen 14 € laufen ohne Zulage mit.
Was ist das, und wo ist der Haken? ▾ Zuklappen ▴
Gibt es ab 2027. Du sparst in ETFs, der Staat legt Zulagen drauf, und wenn du gut verdienst, gibt dir das Finanzamt noch was zurück. Dafür zahlst du im Alter auf jede Auszahlung Steuern.
Der Haken: Das Geld ist bis zur Rente fest. Holst du es vorher raus, musst du die Förderung zurückzahlen. Ausnahme: Du kaufst damit eine Wohnung, in der du selbst wohnst.
ETF-Depot Schwarz, ohne alles
Mit 67
99.199 €
in heutigem Geld
Nominal
206.403 €
Zahl, die im Vertrag steht
Im Vertrag pro Monat
150 €
Ohne Abzüge wären es 116.706 €. Die Mitte zeigt diesen Topf. In heutigem Geld zählen spätere Einzahlungen weniger: Deine 66.600 € sind heute 47.680 € wert, und das Wachstum zeigt nur, was über der Inflation liegt.
Was ist das, und wo ist der Haken? ▾ Zuklappen ▴
Ein ganz normales Depot mit einem breiten Aktien-ETF. Keine Zulage, kein Steuertrick. Steuern zahlst du nur auf Gewinne, und erst wenn du verkaufst.
Der Haken: Keiner. Du kommst jederzeit an dein Geld. Deshalb ist es hier der Maßstab für alles andere.
Private Rentenversicherung Kaffee mit Bedienung
Mit 67
77.168 €
in heutigem Geld
Nominal
160.561 €
Zahl, die im Vertrag steht
Im Vertrag pro Monat
150 €
Ohne Abzüge wären es 116.706 €. Die Mitte zeigt diesen Topf. In heutigem Geld zählen spätere Einzahlungen weniger: Deine 66.600 € sind heute 47.680 € wert, und das Wachstum zeigt nur, was über der Inflation liegt.
Ein normales ETF-Depot ist hier schon ab 4,8 % im Jahr vor Inflation besser.
Was ist das, und wo ist der Haken? ▾ Zuklappen ▴
Ein Fondssparplan mit einer Versicherung drumherum. Steuerlich gar nicht schlecht, wenn du dir das Geld ab 62 und nach mindestens zwölf Jahren auszahlen lässt.
Der Haken: Die Bedienung kostet. Bei Verträgen mit Provision kommt ein ordentlicher Teil deiner Einzahlungen gar nicht erst an der Börse an.
Rürup-Rente Das Kaffee-Abo auf Lebenszeit
Rente ab 67
266 € / Monat
netto, brutto 355 €, steigt nominal um 1,0 % im Jahr
Bis 87 ausgezahlt
58.306 €
netto, alle Renten zusammen
Im Vertrag pro Monat
214 €
150 € von dir + 64 € Steuer
Ohne Abzüge wären es 166.722 €. Die Mitte zeigt diesen Topf. In heutigem Geld zählen spätere Einzahlungen weniger: Deine 66.600 € sind heute 47.680 € wert, und das Wachstum zeigt nur, was über der Inflation liegt.
Die Rürup zahlt nur als Monatsrente aus, nie am Stück. Hättest du das Kapital selbst und zahltest dir bis 87 dieselbe Rente aus, mit 4,0 % Zinsen auf den Rest, blieben dir mit 67 rund 53.000 € übrig. Die behält der Versicherer. Je älter du wirst, desto weniger ist es.
Ein normales ETF-Depot ist hier schon ab 2,4 % im Jahr vor Inflation besser.
Was ist das, und wo ist der Haken? ▾ Zuklappen ▴
Du setzt die Beiträge voll von der Steuer ab. Später gibt es aber nur eine monatliche Rente, nie das Geld auf einmal. Die läuft, solange du lebst. Wer alt wird, gewinnt.
Der Haken: Kündigen, beleihen, vererben – geht alles nicht. Stirbst du früh und hast weder Ehepartner noch Kinder, ist das Geld weg.
Alle Zahlen nebeneinander.
Die Karte zum Vergleich. Links steht immer, was bei dir vorn liegt. Euro-Beträge sind auf tausend gerundet, außer was monatlich hineinfließt.
| 1. AV-Depot | 2. ETF | 3. Versicherung | 4. Rürup | |
|---|---|---|---|---|
| Was rauskommt | ||||
| Pro Jahr, nach allem | 3,9 % | 3,2 % | 2,2 % | 0,1 % |
| Mit 67 in der Tasse | 116.000 € | 99.000 € | 77.000 € | 49.000 € |
| Im Monat bis 87 | 685 € | 585 € | 455 € | 266 € |
| Wer mit einzahlt | ||||
| Fließt monatlich hinein | 209 € | 150 € | 150 € | 214 € |
| Steuerersparnis | 4.000 € | – | – | 20.000 € |
| Zulagen | 14.000 € | – | – | – |
| Was abgeht | ||||
| Kosten | 9.000 € | 5.000 € | 34.000 € | 48.000 € |
| Steuern und Krankenkasse | 37.000 € | 12.000 € | 6.000 € | 16.000 € |
| Wenn die Börse anders läuft | ||||
| Schlechtes Zehntel (Markt 2,4 %) | 0,4 % | 0,1 % | -1,2 % | -3,8 % |
| Gutes Zehntel (Markt 9,7 %) | 7,5 % | 6,7 % | 5,7 % | 4,0 % |
| Was keine Zahl hat | ||||
| Ran ans Geld | ab Rente | jederzeit | kündbar, dann teurer | nur als Rente |
| Vererben | eingeschränkt | ja | ja | kaum |
Wie sicher ist das?
Die Börse läuft nicht jedes Jahr gleich. Der Punkt zeigt, was zu erwarten ist, der Strich, wo es in acht von zehn Fällen landet. Das schlechteste und das beste Zehntel liegen außerhalb.
Im Schnitt pro Jahr. 6 % ist eher vorsichtig, ein weltweiter Aktien-ETF hat langfristig etwa 7 % geschafft.
Standardabweichung pro Jahr. Weltweiter Aktien-ETF etwa 15 %, Einzelmarkt wie der DAX eher 20 %, Mischfonds mit Anleihen 8 bis 10 %.
erwartete Rendite pro Jahr in 8 von 10 Börsenverläufen
Der Markt bringt dann im Schnitt zwischen 2,4 % und 9,7 % im Jahr statt 6,0 %, vor Inflation. Weil alle vier im selben Markt stecken, gehen sie gemeinsam hoch und runter.
So rechnet der Rechner.
Was drin ist, was fehlt und warum. Für alle, die wissen wollen, wie der Kaffee gebrüht wird.
01
Die Prozentzahl
Das ist die Rendite deines Sparplans nach allem: Kosten, Zulagen, Steuererstattung und Steuern im Alter. Jeden Monat derselbe Betrag, bis zur Rente. So kann man ein Depot, eine Versicherung und eine Rente direkt vergleichen.
02
Gleicher Aufwand
Jedes Produkt bekommt denselben Betrag aus deinem Netto. Beim ETF-Depot und der Versicherung fließt er eins zu eins hinein: Das Geld ist schon versteuert, und auf die Gewinne zahlst du später noch mal Steuern. Rürup und Altersvorsorgedepot kannst du absetzen. Dort fließt mehr hinein, weil die Steuerersparnis den Rest trägt. Dafür zahlst du im Alter auf alles Steuern. Das gilt aber nur, wenn die Erstattung wirklich wieder angelegt wird; den Haken dafür findest du oben. Ob man von brutto oder von netto ausgeht, ändert an der Rendite übrigens nichts: Es sind dieselben Geldflüsse, nur von der anderen Seite aufgeschrieben.
03
Renten in Geld umgerechnet
Die Rürup-Rente zahlt nie einen Betrag auf einmal, nur monatlich, solange du lebst. Damit man sie vergleichen kann, rechne ich aus, wie viel Geld du zum Rentenbeginn bräuchtest, um dir dieselbe Rente selbst auszuzahlen. Der Vertrag garantiert dabei den Rentenfaktor, nicht das Kapital, und die Rente steigt meist etwas mit den Überschüssen. Was bis zu deinem angenommenen Lebensende nicht als Rente zurückkommt, bleibt beim Versicherer. Deshalb zählt bei ihr, wie alt du wirst. In der Box zur Rürup steht dazu, was du im Monat und insgesamt ausgezahlt bekommst.
04
Das Altersvorsorgedepot
Gerechnet nach dem Altersvorsorgereformgesetz (Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 156): 50 % Zulage auf die ersten 360 € im Jahr, 25 % bis 1.800 €, dazu bis 300 € je Kind. Wer weniger als 120 € im Jahr einzahlt, bekommt keine Zulage. Unter 25 gibt es einmal 200 € extra, die lasse ich weg. Zertifizierte Produkte gab es im November 2026 noch nicht.
05
Was bewusst fehlt
Im Alter rechne ich mit einem festen Steuersatz statt mit dem Tarif. Beim ETF-Depot fehlt die Vorabpauschale, sie zieht Steuer nur vor. Garantien kosten Rendite und sind nicht drin. Der Risikobereich nimmt an, dass sich gute und schlechte Jahre über die Laufzeit ausgleichen, wie bei einem breiten Aktien-ETF. Was ein Crash genau im Jahr vor der Rente anrichtet, zeigt er nicht.
06
Was keine Zahl hat
Ans ETF-Depot kommst du jederzeit ran, ans Altersvorsorgedepot und die Rürup-Rente erst mit der Rente. Vererben kannst du das ETF-Depot ganz, die anderen nur eingeschränkt oder gar nicht. Das musst du selbst abwägen.